Wie stelle ich eine Digitalisierungsstrategie für mein Bauunternehmen auf?

Digitalisierungsstrategie entwickelmnEs ist an der Zeit. Sie haben sich entschieden, dass eine konkrete Digitalisierungsstrategie für Ihr Unternehmen her muss. Doch wie soll diese aussehen? Welche Fragen muss sie beantworten? Und wie implementieren Sie Ihre Strategie erfolgreich?

Dieser Artikel befasst sich mit folgenden Themen:

  1. Was gehört zu einer Digitalisierungsstrategie?
  2. Welche Fragen müssen Sie mit Ihrer Strategie beantworten?
  3. Wie implementieren Sie Ihre Strategie am besten?

Was gehört zu einer Digitalisierungsstrategie?

Ihre Digitalisierungsstrategie ist ein Fahrplan. Sie zeigt Ihnen, wie auch allen Mitarbeitern, in welche Richtung sich Ihr Unternehmen bewegen möchte. Sie wirkt dabei als Entscheidungshilfe an jeder Kreuzung, an der Sie und Ihre Mitarbeiter Ihr Unternehmen einen Schritt weiter in die Zukunft führen.

Dazu sollte Ihre Strategie klar und übersichtlich sein und allen Mitarbeitern klar kommuniziert werden. Das ist ein Prozess, der nur Top-Down stattfinden kann, also vom Management ausgehen muss, dazu aber später mehr.

Wenn Sie Ihre Strategie also anhand der folgenden Fragen aufstellen versuchen sie folgende Form einzuhalten:

  • Die Kernpunkte Ihrer Strategie sollten auf eine einzige DIN A4 Seite passen. Schon die biblischen zehn Gebote haben sich an diesem Format orientiert, warum also nicht auch Sie? Weitergehende ausführliche Erläuterungen können in einem zusätzlichen, kurzen Digitalisierungshandbuch festgehalten werden.
  • Ziel und Zweck jedes Punktes müssen klar und verständlich formuliert sein, damit jeder Mitarbeiter sie bei seinen oder ihren Entscheidungen ohne großen Aufwand anwenden kann.
  • Ihre Strategie sollte langfristig orientiert sein. Finden Sie Punkte, die über den gesamten Digitalisierungsprozess hinweg relevant sind.

Welche Fragen müssen Sie mit Ihrer Strategie beantworten?

Digitalisierung ist ein weitreichender Prozess. Er kann, zumindest theoretisch jeden Aspekt ihres Unternehmens umfassen. Ob und wie weit das in jedem Punkt nötig ist, sollten Sie deshalb zu allererst erfassen. Dabei gibt es zwei Kernbereiche, in denen Sie Ihr Unternehmen unter die Lupe nehmen sollten: Die internen Unternehmensstrukturen und das externe Umfeld. Stellen Sie eine Liste mit allen Aspekten und Bereichen auf und machen Sie einen Soll-Ist-Vergleich um Ihnen bei der Findung konkreter Ziele zu helfen.

Interne Strukturen

Wenngleich eine erfolgreiche Digitalisierungsstrategie Top-Down implementiert wird, ist es ratsam, sich bei den folgenden Punkten intensiv mit den betreffenden Mitarbeitern ihres Unternehmens auszutauschen und deren Rat und Fachwissen einzubeziehen.

Für den ersten Kernbereich ist es am besten, sich klassisch an der Wertschöpfungskette zu orientieren, denn diese ist auch in der Bauindustrie in vielen Unternehmen gültig.

Wertschöpfungskette nach Porter: Eine wichtige Orientierung für Ihre Digitalisierungsstrategie.
Die Wertschöpfungskette nach Porter

Betrachten Sie jeden Punkt der primären und unterstützenden Tätigkeiten, und überlegen Sie, wo und wie Digitalisierung hier nötig sein wird. Sprechen Sie dabei mit den betreffenden Mitarbeitern. Letztendlich fordert Digitalisierung auch Kompetenzen und klare Zuständigkeiten unter Ihren Mitarbeitern. Deshalb ist es wichtig diesen Weg gemeinsam zu gehen. Vergessen Sie aber nicht, dass die Glieder der Wertschöpfungskette miteinander verbunden sind. Ziele, die Ihre gesamte Wertschöpfungskette, oder zumindest mehrere Glieder gemeinsam umfassen, sind am effektivsten! Versuchen Sie auch, alle Bereiche Ihres Unternehmens bei Ihrer Strategie zu vernetzen. Eine gemeinsamer digitaler Raum, wie Prozeo ComBind für alle Ihre Projekte, kann hier ein wichtiger Schritt sein. Lesen Sie hier auch mehr darüber, wie Sie neue Software auswählen.

Das externe Umfeld

Was das externe Umfeld angeht können wir gleichermaßen einen Ausflug in die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre machen. Erinnern Sie sich noch an „Porters Five Forces? Dieser Ansatz betrachtet das Umfeld und die wichtigsten externen Einflüsse auf Ihr Unternehmen.

Forters Five Forces: Die externen Einflüsse auf Ihre Digitalisierungsstrategie
Porters Five Forces: Die externen Einflüsse auf Ihr Unternehmen

Nicht nur Sie selbst haben bereits die Vorzüge der Digitalisierung erkannt. Digitalisierung findet auch bei ihren Lieferanten und Abnehmern statt. Wie können Sie hier Schnittstellen und Kommunikation verbessern? Können  gemeinsame digitale Plattformen und Schnittstellen helfen wirtschaftlicher zu arbeiten? Suchen Sie das Gespräch mit diesen Gruppen und finden Sie heraus, wie Sie Digitalisierung Hand in Hand gestalten können. Grade die Vernetzung mit Anderen ist eines der großen Potentiale der Digitalisierung. Auch hier ist eine Plattform wie Prozeo ComBind wertvoll, da Sie in dieser auch den Austausch mit Gewerken, Bauherren und anderen Beteiligten digitalisiert und vor Allem übersichtlich und umfassend regeln können.

Auch Ihr Branchenumfeld verändert sich mit Digitalisierung. Neue Technologien wie BIM Planung können den entscheidenden Unterschied zwischen der Konkurrenz und Ihrem Unternehmen ausmachen. Ebenso ist nicht auszuschließen, dass, wie bereits Amazon im Einzelhandel oder Uber im Personentransport, neue digitale Geschäftsmodelle ihre Branche von Grund auf umkrempeln. Halten Sie die Augen offen und suchen Sie die besten Wege mit neuen Entwicklungen umzugehen.

Wie implementieren Sie Ihre Strategie effektiv?

Wie schon anfangs festgestellt, ist Digitalisierung Chefsache. Wenn Sie Ihre Strategie erfolgreich ausformuliert haben, steht der wichtigste Schritt noch bevor: Die Implementierung. Versuchen Sie möglichst allen Mitarbeitern zu erklären, warum diese Strategie für das Unternehmen wichtig ist. Stellen Sie auch jeden Punkt einzeln vor und weshalb er Teil der Strategie ist. Letztendlich soll ihr Strategie-Papier aber auch für sich allein stehen können.

Sie können sich vermutlich jetzt schon den einen oder anderen Mitarbeiter vorstellen, der sich diesem Prozess am liebsten entziehen möchte und nicht viel von „neuartigen Spielereien“ hält. Sprechen Sie diese Personen direkt an und machen Sie klar, dass eine Digitalisierung Ihres Unternehmens unumgänglich ist – hier sind Führungsqualitäten gefragt!

Lassen Sie auch Ihre Kunden und Partner-Unternehmen von Ihrer Entwicklung wissen. Diese können besonders von Ihrer neuen Strategie profitieren. Zeigen Sie, dass Ihr Unternehmen in die Zukunft geht und bereit ist für neue Projekte mit modernen Anforderungen.